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Geschichtliche Info über Uhren.

Schon vor Jahrtausenden dienten Gestirnebewegungen den Menschen zur Zeitmessung
- die ältesten Zeitmesser dürften Sonnenuhren gewesen sein.
Die Vielfalt der Sonnenuhren ist so groß, dass man sich eigens diesem Thema widmen könnte. 
 Zu den Elementaruhren, die auf einfachen Naturvorgängen basieren, zählen neben den Sonnenuhren auch Wasseruhren, Feueruhren und Sanduhren. 
Als Feueruhren gelten alle Anordnungen, die mit Hilfe von Flammen die Zeit markieren. Das sind z.B. abbrennende Stäbe, Kerzen, Ölflammen, deren Vorratsgefäß Markierungen für den abnehmenden Ölstand aufweist, oder auch die Mittagskanone, die das Sonnenlicht durch ein Brennglas auf einen Zündpulversatz konzentriert und einen Kanonenschlag auslöst.
Heute erscheint uns die Entwicklung der Räderuhren selbstverständlich; denn die konsequente Entwicklung des einfachen Prinzips der ersten Räderuhr um 1300 führte zu dessen fast idealer Vervollkommnung. 

Wir wollen uns das an einer Waaguhr mit Gewichtsantrieb vorstellen. Die Hin- und. Herschwingung eines in seiner Mitte aufgehängten Balkens wird über Räderwerk und Hemmung eines Uhrwerks durch Gewichtsantrieb aufrechterhalten. Die Schwingung sorgt für den gleichmäßigen Ablauf des Räderwerks, das uns mit dem Glockenschlag der einem Zeiger die Uhrzeit markiert. 
Das Uhrenticken, entsprechend dem Zerhacken der an sich kontinuierlich fließenden Zeit, geschieht mit etwa gleicher Geschwindigkeit wie unser Herzklopfen. Hieraus wurde schon des öfteren eine besondere Verbindung zwischen dem Leben des Menschen und der Uhr abgeleitet.
In den ersten dreihundert Jahren der Entwicklung wurden auch kompliziertere Räderuhren gebaut. Kirchturmuhren, öffentliche Kunst- und Monumentaluhren mit Spielwerken und unterschiedlichen Zeitanzeigen, verkleinerte Türmchenuhren sowie tragbare Tischuhren sind aus dieser Zeit erhalten. Sie fordern die Liebe des Entdeckers oder Sammlers, die Kenntnisse des Experten und das Können des erhaltenden Restaurators heraus. 
Die wichtigsten Neuerungen der Uhrmacherei des 16.Jahrhunderts bestanden im Antrieb durch eine gespannte Feder anstelle des Gewichts und in einem Pendel mit fester Eigenschwingungsdauer, wie wir es aus unseren Pendel- oder Taschenuhren kennen.
Das war zugleich der Anfang der klassischen Uhrmacherei. Bei den Hemmungen erlangte die Ankerhemmung mit Unruhe und Spiralfeder Bedeutung, während die genaue Zeitmessung für die Seefahrt von speziellen Seechronometern geliefert wurde. 
Die weitgehende Ausschaltung von Temperaturschwankungen, Erschütterungen, Lagenabhängigkeit, Reibungs- und Ölveränderungen ist ein Ruhmesblatt der Chronometrie und Technikgeschichte. 

Das Uhrmacherhandwerk gilt spätestens seitdem als Inbegriff der Präzision: denn schon vor 200 Jahren erzielte man Genauigkeiten der Zeitanzeige von einem tausendstel Prozent. 

Widmete man sich anfangs mehr der künstlerischen Gestaltung der Uhren und Uhrwerke, so erlangten seit dem 18.Jahrhundert die Perfektionierung, Massenproduktion und immer kompliziertere Konstruktionen Bedeutung.  Musik-, Figuren-, Wecker- und Schlagwerke, Uhren mit Stoppfunktion oder ewigem Kalender wurden gefragte »Komplikationen«. 
Armbanduhrwerke mit automatischem Aufzug bei einem Durchmesser von 10 und Werkhöhen von  2 Millimetern sind als perfekte Wunderwerke der Technik anzusehen.
Die Geschichte dieser hier kurz beschriebenen mechanischen Uhr ist in den letzten Jahrzehnten durch die elektrische Uhr, die Stimmgabeluhr, die Quarzuhr und die Atomuhr erweitert worden. Dabei wurden unzählige technisch-wissenschaftliche, gestalterische und fertigungstechnische Probleme gelöst, so dass daraus ein Querschnitt durch die gesamte Technikgeschichte resultiert.